Teleskope: Von Galileo bis zum Weltraumteleskop

Teleskope sind im Kern nichts anderes als ‘Lichteimer’: Je grösser die Sammelfläche (Linse oder Spiegel), desto mehr schwaches Licht können sie einfangen und desto weiter und schwächer leuchtende Objekte werden sichtbar. Galileo richtete 1609 als einer der ersten ein einfaches Linsenfernrohr auf den Himmel und entdeckte damit die Monde des Jupiter.

Seither ist die Grösse der Spiegel stetig gewachsen, und moderne Observatorien stehen oft auf hohen, trockenen Bergen, weit weg von Lichtverschmutzung und über einem Grossteil der störenden Atmosphäre. Noch einen Schritt weiter gehen Weltraumteleskope wie Hubble oder James Webb: Sie umgehen die Erdatmosphäre komplett und können Wellenlängen einfangen, die am Boden gar nicht erst ankommen.

Diese technologische Entwicklung ist kein Nebendetail – sie ist der Motor der gesamten Astrophysik. Jede grosse Entdeckung in diesem Kurs, von Exoplaneten bis zur kosmischen Hintergrundstrahlung, wurde erst durch ein neues, leistungsfähigeres Teleskop möglich.